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Wirtschaft

Mehr als 300’000 in Kurzarbeit

Mehr als 300’000 in Kurzarbeit
Mehr als 300’000 in Kurzarbeit (Bild: Avenir Suisse)

2021-07-21 09:20:16
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Quelle: Avenir Suisse

Die Arbeitslosenquote sinkt seit Frühling 2021, aber die Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt hoch, wie Avenir Suisse ausführt.

Der breite Einsatz der Kurzarbeit könnte die Situation noch mehr zuspitzen. Die Arbeitslosenquote sinkt seit Frühling 2021, aber die Zahl der Langzeitarbeitslosen bleibt hoch.

Der breite Einsatz der Kurzarbeit könnte die Situation noch mehr zuspitzen. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Langzeitarbeitslosen habe sich seit Pandemiebeginn mehr als verdoppelt: Rund 34’000 Betroffene waren es im Juni 2021 – und damit mehr als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2011. Auch in den Nachbarländern werde vor einer steigenden Langzeitarbeitslosigkeit gewarnt.

Gibt es Grund zur Sorge?Allerdings gibt es neben dem unsicheren Pandemieverlauf einen weiteren Unterschied zu vergangenen Krisen: Die Kurzarbeit stieg im Frühling 2021 wieder und ihre maximale Bezugsdauer wurde inzwischen auf 24 Monate aufgestockt. Dieses Instrument habe seine Stärke in der vorübergehenden Abfederung des Beschäftigungsrückgangs.

Aber weil für Betriebe in Kurzarbeit ein Einstellungsstopp gilt, beeinträchtigt sie den Aufbau neuer Stellen und die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen.Eine Verlängerung der Kurzarbeit wurde zwar bereits einmal 2010 vorgenommen, und im Folgejahr sank die Arbeitslosigkeit beträchtlich. Die heutige Situation sei aber kaum mit der damaligen Lage vergleichbar: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zählte man 92’000 Kurzarbeitende, heute seien es immer noch über 300’000. Der Einstellungsstopp sei somit weitreichender und könnte einer raschen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt entgegenstehen.

Unabhängig vom Alter und den persönlichen Charakteristiken steigt das Risiko einer Langzeitarbeitslosigkeit mit der Länge des Arbeitsunterbruchs überproportional an.Patrick Schnell sei seit September 2020 bei Avenir Suisse als Researcher im Bereich «Chancengesellschaft» tätig. Zuvor arbeitete er u.

a. an der Schweizerischen Botschaft in Berlin und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wirtschaftsfakultät der Universität Basel.

Von der Uni Basel hält er einen Bachelor- sowie Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften. Medienkonferenz 20. Mai 2021, 10 Uhr.

Mit Patrick Dümmler, Lukas Rühli, Peter Grünenfelder. Begrüssung Verena Parzer-Epp.

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