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Radweg Wangental: Realisierung ab Herbst 2021

Radweg Wangental: Realisierung ab Herbst 2021
Radweg Wangental: Realisierung ab Herbst 2021 (Bild: Kanton Schaffhausen)

2021-06-11 08:54:02
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Zwischen Osterfingen und Jestetten ist ein Naturradweg geplant, welcher eine Lücke im grenzüberschreitenden Radwegnetz schliesst, wie der Kanton Schaffhausen meldet.

Der Radweg habe eine touristische Bedeutung und dient auch dem Alltagsverkehr zwischen den deutschen Gemeinden Klettgau und Jestetten. Die Realisierung des schweizer Abschnitts erfolgt nach der Ernte im Herbst 2021. Die Inbetriebnahme sei auf den Sommer 2022 hin geplant.

Auf deutscher Seite sei die Realisierung im Jahr 2023 vorgesehen.   Im Jahr 2013 beschloss der Kantonsrat mit der Verabschiedung des kantonalen Strassenrichtplans eine von der Kantonsstrasse losgelöste und im Talboden verlaufende Radwegführung zwischen Osterfingen und dem Grenzübergang nach Jestetten.

Im Jahr 2015 erklärte der Kantonsrat ein Postulat von Alt Kantonsrätin Martina Munz für erheblich. Das Postulat beauftragt den Regierungsrat, das kantonale Radwegnetz ab Wilchingen/Osterfingen durch das Wangental Richtung Jestetten und Rheinfall/Schaffhausen in Zusammenarbeit mit den zuständigen deutschen Behörden optimal zu ergänzen.

Mit der Realisierung des Radwegs Wangental könne das Wutachtal über den Klettgau mit dem Rhein verbunden werden.   2016 wurde die Linienführung in Abstimmung zwischen Tiefbau Schaffhausen, der zuständigen Abteilung des Regierungspräsidiums Freiburg (RPF) und den betroffenen Gemeinden Wilchingen, Dettighofen (D) und Jestetten (D) verabschiedet.

Der Radweg verläuft beidseits der Grenze getrennt von der Kantons- beziehungsweise Landesstrasse und dient dem touristischen wie auch dem Alltagsverkehr. Vom Klettgau her werde er als kombinierter Fuss- und Veloweg von Osterfingen entlang der Kantonsstrasse zum Osterfingerbad geführt.

Beim Osterfingerbad zweigt der Weg Richtung Südseite des Talbodens ab und verläuft dann weitgehend auf bestehenden Flurwegen entlang dem Waldrand bis zum Zollübergang Jestetten. Beim Zollübergang mündet der Radweg als Provisorium in die bestehende Kantonsstrasse beziehungsweise Landstrasse ein.

Sobald der Abschnitt auf deutscher Seite realisiert sein wird, werde dieser provisorische Anschluss wieder aufgehoben. Auf deutscher Seite sei die Wegführung über die Kapellenhalde westlich des Naturschutzgebiets Wüster-See und anschliessend auf separatem Trassee bis nach Jestetten geplant.

  Auf schweizer Seite konnte nach einem aufwendigen Bewilligungsverfahren die Rechtskraft des Projekts Ende 2019 erlangt werden. Der Verpflichtungskredit für die Realisierung des Projekts im Umfang von 950`000 Franken wurde vom Kantonsrat genehmigt.

Auf deutscher Seite konnte die Plangenehmigung hingegen noch nicht erlangt werden. Aufgrund eines ausstehenden Landgeschäfts und verwaltungsinternen Anträgen werde die Linienführung nochmals angepasst und das Projekt öffentlich aufgelegt.

Mit einer Plangenehmigung und anschliessenden Realisierung sei auf deutscher Seite voraussichtlich im Jahr 2023 zu rechnen. Für das grenzüberschreitende Projekt haben der Kanton Schaffhausen und das Regierungspräsidium Freiburg ein Gesuch um finanzielle Unterstützung beim Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein (ABH) beantragt.

Interreg sei ein Regionalprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, an dem sich auch Nicht-EU-Staaten beteiligen können. Für die Programmregion Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein werden Fördergelder von der EU, dem schweizer Bund, den beteiligten Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein bereitgestellt.

Bei einer Realisierung des Radwegs auf schweizer Seite bis im Sommer 2023 erhält der Kanton Schaffhausen Fördergelder in der Höhe von 30 % der Projektkosten.   Auf Antrag der Arbeitsgruppe «Veloverkehr Klettgau» sowie der betroffenen Standortgemeinde Wilchingen habe das Baudepartement in Abstimmung mit den deutschen Behörden Tiefbau Schaffhausen nun mit der Realisierung des schweizer Abschnitts des Radwegs beauftragt.

Im Juli 2021 sei das Submissionsverfahren für die Strassenbauarbeiten geplant. Nach der Ernte im Herbst 2021 erfolgt der Baustart.

In einer ersten Phase sei der Ausbau des Kieskoffers der weitgehend bestehenden Flurstrassen sowie der Einbau eines etwas feinkörnigeren Oberflächenbelags vorgesehen. Der Bau des Abschnitts zwischen Osterfingen und Osterfingerbad erfolgt erst im Jahr 2022. An verschiedenen Standorten werden im Zuge des Radwegbaus ökologische Aufwertungen und andere mit Heckenpflanzungen und Gebüschgruppen ausgeführt.

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