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Armut infolge der Corona-Krise: Caritas fordert Ständerat zu Hilfsmassnahmen auf

2020-09-03 06:35:04
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Quelle: Caritas Schweiz

Die Corona-Krise ist für viele Menschen in der Schweiz zur Armutsfalle geworden, wie die Caritas Schweiz berichtet.

Bisher habe die Politik zu wenig unternommen, um den besonders gefährdeten Gruppen Unterstützung zu bieten. In der Herbstsession berät der Ständerat nun über Vorstösse, die aufzeigen wie Betroffenen wirksam geholfen werden kann.

Aus Sicht der Caritas sei es dringend, dass Hilfsmassnahmen beschlossen werden. Armutsbetroffene Menschen und solche, die nur knapp über dem Existenzminimum leben, seien von der Corona-Krise ganz besonders betroffen.

Sie haben keine Ersparnisse, mit denen sie Einkommensausfälle überbrücken können. Viele hatten von einem Tag auf den anderen nicht mehr genug zum Leben.

Caritas erhält immer noch täglich Anfragen von Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen und ihre Familien versorgen sollen. Im April habe Caritas Schweiz die Politik aufgefordert, dringend Unterstützungsmassnahmen für Armutsbetroffene und Menschen in prekären Situationen zu beschliessen.

Während der Herbstsession seien dazu im Ständerat verschiedene Vorstösse traktandiert. So fordern sowohl Maya Graf (BL) wie auch Marina Carobbio (TI) in ihren Motionen, dass die Kurzarbeitsentschädigung für tiefe Einkommen auf 100 Prozent des Monatslohnes erhöht wird.

Carobbio schlägt direkte finanzielle Unterstützungsleistungen vor und beruft sich dabei auf den Vorschlag der Caritas, Direktzahlungen an Armutsbetroffene und -gefährdete in der Höhe von 1000 Franken auszubezahlen, um akute Notlagen zu verhindern. Elisabeth Baume-Schneider (JU) fordert in ihrer Motion, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Zugang zu den Unterstützungsmassnahmen des Bundes, der Kantone und den Gemeinden erhalten.

Auch im Nationalrat wurden im Mai verschiedene Vorstösse eingereicht, die sich der Notlage von Menschen infolge der Corona-Pandemie annehmen. Die Caritas hofft, dass diese ebenfalls rasch behandelt und nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Weitere Informationen: Stefan Gribi, Leiter Abteilung Kommunikation, Telefon 041 419 22 37, E-Mail sgribi@caritas.chLuzern (ots) - Die Explosion von gestern Abend im Hafen von Beirut trifft ein Land, das mitten in der CoronaPandemie wirtschaftlich und sozial bereits am Abgrund steht. Caritas Schweiz sei vor Ort im Libanon tätig und klärt mit ihren Partnerorganisationen den Bedarf der von der Ex-plosion betroffenen Menschen ab.

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