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Regierungsrat befürwortet Konzession für Kraftwerk Trift

2020-08-19 11:02:00
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Quelle: Kanton Bern

Der Regierungsrat des Kantons Bern unterstützt das Konzessionsgesuch der Kraftwerke Oberhasli (KWO) für den Bau eines neuen Speicherkraftwerks an der Trift, wie der Kanton Bern mitteilt.

Das geplante Kraftwerk würde massgeblich dazu beitragen, dass die Ziele der Energiewende in der Schweiz erreicht werden können. Der Grosse Rat werde in der Wintersession über das Gesuch befinden.

Die KWO wollen an der Trift im Gadmental einen neuen Speichersee und ein Kraftwerk bauen. Das Unternehmen habe beim Kanton ein entsprechendes Konzessionsgesuch eingereicht.

Im geplanten Kraftwerk könnten zusätzlich 145 Gigawattstunden Strom pro Jahr aus erneuerbaren Energiequellen produziert werden. Überdies fasst der geplante Speichersee ein Wasservolumen, das es ermöglicht, im Winterhalbjahr zusätzliche 215 Gigawattstunden Strom zu produzieren.  Der Regierungsrat befürwortet das Projekt, weil es einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leistet.

Die Wasserkraft deckt im Kanton Bern heute rund 50 Prozent des Strombedarfs. Gemäss der kantonalen Wassernutzungsstrategie solle die Stromproduktion aus Wasserkraft bis 2035 um 300 Gigawattstunden erhöht werden.

Mit der erwarteten zusätzlichen Stromproduktion würde das Kraftwerk Trift rund die Hälfte des angepeilten Ausbauziels abdecken. Auch aus nationaler Sicht sei das geplante Kraftwerk wichtig, weil es rund zehn Prozent des zusätzlichen Bedarfs an Wasserkraft, der für die Energiewende benötigt wird, abdecken würde.Das zusätzliche Speichervolumen von 215 Gigawattstunden ermöglicht es zudem, im Winter mehr Strom zu produzieren – dann, wenn Strom in der Schweiz knapp ist.

Schliesslich leistet das Kraftwerk einen erheblichen Beitrag an die Stabilität des Schweizer Stromnetzes, weil zusätzlich benötigte Energie kurzfristig abrufbar ist.Das Vorhaben erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben. Unbestreitbar ist, dass das Projekt das Landschaftsbild insbesondere im Bereich des Triftsees beeinträchtigt.

Insgesamt überwiegen jedoch nach Ansicht des Regierungsrates die erheblichen energiewirtschaftlichen Interessen das Interesse am ungeschmälerten Erhalt der Landschaft. Die Konzession könne mit Auflagen erteilt werden.

Alle Einsprachen gegen das Projekt habe der Regierungsrat als unbegründet abgewiesen. .

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