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Einsprache gegen das Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern

2020-07-07 09:32:02
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Quelle: Stadt Luzern

Um die Engpässe auf der Autobahn rund um Luzern zu beseitigen, hat das Bundesamt für Strassen (Astra) von 2010 bis 2016 das Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern erarbeitet, wie die Stadt Luzern mitteilt.

Herzstück sei ein neuer 3,5 Kilometer langer Tunnel, der im Bereich Ibach unter der Reuss und der Stadt Luzern bis zum Grosshof beim Anschluss Luzern-Kriens führt. Der Durchgangsverkehr solle künftig durch diesen in beiden Fahrtrichtungen zweispurigen Tunnel geführt werden.

Neben dem Tunnel seien weitere Autobahnausbauten geplant. Im Abschnitt der A14 von der Verzweigung Rotsee bis zum Anschluss Buchrain solle die Fahrbahn von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden.

Zusätzlich werde eine rund 700 Meter lange dritte Röhre beim Tunnel Rathausen mit drei Fahrstreifen erstellt. Auch die Verbindung von Basel nach Zug solle im Bereich Rotsee auf zwei Spuren ausgebaut werden.

Im Süden von Luzern werde zudem mit Ummarkierungen dafür gesorgt, dass zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil in beiden Richtungen je drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen rund 1,8 Milliarden Franken.Engpass beseitigen Der Stadtrat steht hinter dem Gesamtsystem Bypass Luzern.

Mit den Ausbauten könne das künftig erwartete Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen bewältigt werden. Zudem ermöglichen sie, dass der regionale und lokale Verkehr, der heute vor allem in den Hauptverkehrszeiten aufs unter-ordnete Strassennetz ausweicht, wieder vermehrt auf der Autobahn abgewickelt wird.

Dadurch sollen die Quartiere und die Innenstadt entlastet werden. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es aus Sicht des Stadtrates aber noch Anpassungen am Projekt.

Deshalb habe er im Rahmen der öffentlichen Auflage eine Einsprache eingereicht. Damit will der Stadtrat dafür sorgen, dass das Gesamtsystem Bypass stadt- und landschaftsverträglich umgesetzt wird, die Quartiere während der Bauzeit möglichst wenig belastet werden und die Innenstadt vom Verkehr entlastet wird.Verbesserungen in Ibach und Kriens und flankierende Massnahmen für den Bus Für den Stadtrat sei der Ausbau im Bereich Ibach und der Verzweigung Rotsee ein unverhältnismässiger Eingriff in den Landschafts- und Naherholungsraum an der Reuss.

Er fordert deshalb den Bund auf, den Eingriff in diesem Bereich auf ein Minimum zu reduzieren und dem Natur-, Gewässer- und Heimschutz den nötigen Stellenwert beizumessen. Zudem unterstützt der Stadtrat die Anliegen von Kriens für eine geschlossene Autobahn im dicht besiedelten Gebiet Luzern Süd.

Weiter fehlen dem Stadtrat flankierende Massnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs während der Bauzeit und auch nach Inbetriebnahme des Bypasses. Er fordert deshalb, dass im Rahmen des Projektes durchgehende Busspuren vom Kupferhammer in Kriens bis zum Luzernerhof realisiert werden.Dammgärtli und Gütschwald Von der Grossbaustelle Bypass betroffen sei auch das Dammgärtli bei der St.-Karli-Brücke.

Dort solle ein Hilfsschacht entstehen, um das Gestein zu festigen und so die Bohrungen zu erleichtern. Die Grünfläche mit dem Spielplatz wäre voraussichtlich bis mindestens 2028 unbenutzbar.

Der Stadtrat fordert deshalb, dass die Beanspruchung des Dammgärtlis auf ein Minimum reduziert werde und die grosse Eiche erhalten bleibt. Zudem solle für das Dammgärtli sowohl während der Bauarbeiten, als auch nach der Realisierung des Projekts an gleicher Stelle oder an einem nahegelegenen Ort gleichwertiger Ersatz geleistet werden.Im Gütschwald sei eine Lüftungszentrale für die Strassentunnels geplant.

Der Stadtrat stellt sich nicht gegen diese Zentrale, da sie für die Realisierung des Bypasses und die Gewährung der Verkehrssicherheit unabdingbar ist. Er setzt sich aber für eine natur- und landschaftsverträgliche Realisierung ein und fordert, dass der Eingriff in die Landschaft minimiert wird.Das von Ihnen aufgerufene Formular lasse sich mit dem Internet Explorer leider nicht darstellen.

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