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Auch der Nationalrat sagt Ja zu Armutsmonitoring: Ein wichtiger Schritt für eine wirksame Armutspolitik

2020-06-02 17:05:15
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Quelle: Caritas Schweiz

Der Nationalrat hat heute der Einführung eines regelmässigen Monitorings der Armutssituation in der Schweiz zugestimmt, wie die Caritas Schweiz schreibt.

Nachdem der Ständerat dieselbe Forderung bereits im September 2019 überwiesen hatte, sei der Bundesrat nun beauftragt, einen fünfjährigen Monitoring-Zyklus einzurichten. Caritas sei erfreut, dass das Bundesparlament die Bedeutung eines regelmässigen Armutsmonitorings erkannt hat.

Ein solches sei eine wichtige Grundlage für eine wirksame Prävention und Bekämpfung von Armut. Im Rahmen des "Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut" (2014-2018) haben Bund, Kantone, Städte, Gemeinden und private Organisationen unter anderem ein Konzept für ein gesamtschweizerisches Armutsmonitoring entwickelt.

Aus für Caritas nicht nachvollziehbaren Gründen entschied der Bundesrat im Frühling 2018, auf ein regelmässiges Armutsmonitoring zu verzichten und sein finanzielles Engagement drastisch zu reduzieren. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Ständerates habe das Thema mit einer Motion wieder aufgenommen und den Bundesrat aufgefordert, ein regelmässiges, gesamtschweizerisches Armutsmonitoring einzurichten.

Mit dem heutigen Ja des Nationalrates zu dieser Motion sei der Auftrag definitiv überwiesen. Caritas sei erfreut, dass das Bundesparlament die Bedeutung eines Armutsmonitorings erkannt habe und den Bundesrat in die Pflicht nimmt.

Ein regelmässiges Monitoring, das die Armutssituation systematisch und umfassend erfasst, gibt es in der Schweiz bisher nicht. Eine fundierte Analyse der Situation und Entwicklung von Armut in der Schweiz in all ihren Dimensionen sei jedoch Voraussetzung für eine wirksame Armutsprävention und -bekämpfung.

Sie erlaubt es, gesicherte Aussagen über die Ursachen von Armut, über Risikogruppen und über die Wirkung von politischen Massnahmen zu machen. Dies sei gerade angesichts der aktuellen Krise und der zu erwartenden Zunahme von Armut in der Schweiz wichtiger denn je.

Hinweis an die Redaktionen: Für weitere Auskünfte steht Ihnen Aline Masé, Fachstelle Sozialpolitik, unter Telefon 041 419 23 37 oder E-Mail amase@caritas.ch zur Verfügung.Luzern (ots) - Caritas Schweiz und die Regionalen Caritas-Organisationen haben seit Beginn der Corona-Krise Überbrückungshilfe für rund 4000 Personen in einem Umfang von über einer halben Million Franken geleistet. Zudem haben sie Einkaufsgutscheine im Wert von 200`000 Franken für die Caritas-Märkte verteilt.

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Caritas ....

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