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10 Jahre nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010: Caritas kämpft weiter gegen die Armut auf Haiti

2020-01-09 08:35:04
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Quelle: Caritas Schweiz

Unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben, das Haiti am 12. Januar 2010 verwüstete, startete Caritas Schweiz ein Nothilfeprogramm, wie die Caritas Schweiz meldet.

Es folgten Projekte zur Verbesserung der Hygiene, zur Ernährungssicherheit und zur Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für die vom Erdbeben am stärksten betroffenen Menschen. Eine von der Glückskette in Auftrag gegebene unabhängige Studie zeigt nun die positiven Effekte dieser Arbeit auf.

Dank ihrer langjährigen Partnerschaft mit den lokalen Gemeinden und Behörden könne Caritas Schweiz ihr Engagement in Haiti auch heute weiterführen, trotz der andauernd schwierigen Rahmenbedingungen. Angesichts der massiven Zerstörungen, die das Erdbeben 2010 und zwei Hurrikans in den Jahren 2016 und 2017 auf Haiti anrichteten, könnte man daran zweifeln, ob die Insel und ihre Einwohner sich jemals von den Folgen dieser Naturkatastrophen erholen können.

Zusätzlich schädigten mehrere Dürreperioden sowie Abholzung und Erosion die landwirtschaftliche Produktion. Angesichts dieses schwierigen Umfelds richtete Caritas seine Hilfsmassnahmen auf die dringlichsten Bedürfnisse der Bevölkerung aus und arbeitete stets eng mit den lokalen Behörden zusammen.

Im Januar 2010 versorgte Caritas bereits wenige Stunden nach dem Erdbeben 20 000 Menschen mit Nothilfepaketen. Mit Massnahmen zur Bekämpfung und Prävention von Cholera erreichte sie über 60 000 Menschen.

Vier Schulen und 558 Häuser wurden in den folgenden Jahren erdbeben- und zyklonsicher wieder aufgebaut. Als die Hurrikans Matthew und Irma 2016 und 2017 über die Insel fegten, stellten die Gebäude ihre Stabilität unter Beweis.

Die Wiederaufbauarbeit wurde durch eine Zertifizierung für neue kontextangepasste Bautechniken ausgezeichnet. Mehr als 33 000 Bauern wurden in nachhaltiger Landwirtschaft geschult und können ihre Ernteerträge somit besser gegen die Folgen von Naturkatastrophen schützen.

In Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden und Partnern werde Caritas Schweiz ihr Engagement fortsetzen. Dabei habe das Hilfswerk ein übergeordnetes Ziel vor Augen: die Bekämpfung der Armut mit Massnahmen und Projekten im Bereich Lebensmittelsicherheit und Ernährung, Einkommensschaffung, Schul- und Berufsbildung - insbesondere im Baugewerbe - sowie Prävention und Anpassung im Hinblick auf den Klimawandel.

Während des vergangenen Jahrzehnts war Caritas Schweiz in Haiti einer der wichtigsten Partner der Glückskette. Im Rahmen einer von der Glückskette in Auftrag gegebenen unabhängigen Studie gaben 9 von 10 Haushalten an, dass sie dank der Hilfe ihre Grundbedürfnisse abdecken und ihre Existenzgrundlage wieder herstellen konnten.

95 Prozent der befragten Familien gaben an, dass sie nach wie vor in der Unterkunft leben, die sie nach der Naturkatastrophe im Rahmen der Hilfe bekommen hatten. Die Studie zeigt des Weiteren die Bedeutung der Partizipation auf.

Der Übergabe der Verantwortung an die lokale Ebene am Ende eines Projekts sei ein wichtiges Kennzeichen der nachhaltigen Hilfsprogramme, die die Glückskette auf Haiti finanziert hat. «Wir seien erfreut, dass die Verknüpfung von Nothilfe mit Wiederaufbau und Entwicklungszu-sammenarbeit zu einer nachweislich erhöhten positiven Wirkung für die betroffenen Menschen führte», bilanziert Roland Thomann, Direktor der Glückskette.

Martin Jaberg, Direktor des Büros von Caritas Schweiz auf Haiti, steht gerne für Interviews zur Verfügung. Kontakt: mjaberg@caritas.ch oder Fabrice Boulé, Kommunikationsverantwortlicher für die Westschweiz, Mail fboule@caritas.ch, Telefon 041 419 23 36..

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