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Verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren

Verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren
Verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren (Bild: Stadt Bern)

2019-12-03 13:32:00
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Quelle: Stadt Bern

Die Feuerwehr der Stadt Bern pflegt mit den Milizfeuerwehren der Nachbargemeinden ein kameradschaftliches Verhältnis und arbeitet seit Jahren eng mit ihnen zusammen, wie die Stadt Bern berichtet.

Bisher fand die gegenseitige Unterstützung vorwiegend bei Einsätzen statt. Neu werde die Zusammenarbeit auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Feuerwehren abgestimmt und geht über eigentliche Einsätze hinaus.Unter Nachbarn hilft man sich gegenseitig.

Was im Privaten gilt, sei bei der Feuerwehr nicht anders. Die Feuerwehr der Stadt Bern, bestehend aus der Berufsfeuerwehr und den beiden Milizeinheiten Nachtwache und Brandcorps, und die Milizfeuerwehren der Nachbargemeinden pflegen untereinander ein ausgesprochen kameradschaftliches Verhältnis und arbeiten seit Jahren eng zusammen.

Die gegenseitige Unterstützung wurde bisher vorwiegend bei Einsätzen gelebt. In den letzten Monaten aber habe die Feuerwehr der Stadt Bern zusammen mit den Feuerwehren AMG (Allmendingen-Muri-Gümligen), Bolligen, Ittigen, Köniz und Ostermundigen ein neues Feuerwehrmodell geschaffen.

Dank dieses Modells werde die Zusammenarbeit auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Feuerwehren abgestimmt und geht über eigentliche Einsätze hinaus.Fehlende Tagesverfügbarkeit als Grundproblem bei MilizfeuerwehrenDie Milizfeuerwehren leiden zunehmend darunter, dass immer weniger Menschen aktiv freiwilligen Feuerwehrdienst leisten wollen. Und jene, die dies tun, arbeiten tagsüber oft ausserhalb ihrer Wohngemeinde.

Dadurch können die Milizfeuerwehren die Tagesverfügbarkeit häufig nicht mehr gewährleisten – so auch bei der Feuerwehr AMG. Zwar stellt sie jederzeit eine kleine Piketteinheit, aber das Gros der Mannschaft steht erst ausserhalb der Bürozeiten, also abends oder am Wochenende, für Einsätze zur Verfügung.Damit die Vorgaben der Gebäudeversicherung Bern, spätestens zehn Minuten nach Alarmeingang mit einem Ersteinsatzelement beim Ereignisort zu sein, eingehalten werden können, arbeitet die Feuerwehr AMG nun verstärkt mit der Berufsfeuerwehr Bern zusammen.

"Bei einem Alarm tagsüber werde gleichzeitig mit uns auch die Berufsfeuerwehr Bern mit Tanklöschfahrzeug und Autodrehleiter aufgeboten", sagt Franco Thimm, Vizekommandant Feuerwehr AMG, und weiter: "Falls die Mittel tatsächlich benötigt werden, seien sie damit rasch vor Ort. Und wenn nicht, kehren die Stadtberner wieder um."Die Berufsfeuerwehr Bern ihrerseits bietet die Feuerwehr AMG ebenfalls im Erstaufgebot auf, wenn der Einsatzort im Osten Berns, im Raum Wittigkofen / Jupiterstrasse, ist.

Dies, weil die Feuerwehr AMG aus verkehrstechnischen und geografischen Gründen schneller vor Ort ist, als die Feuerwehr der Stadt Bern. Dieses Erstaufgebot einer "fremden" Milizfeuerwehr sei ein Novum bei der Berufsfeuerwehr.Unterstützung auch bei der LogistikAuch in Bolligen lasse sich die Tagesverfügbarkeit nicht mehr so einfach sicherstellen.

Darum unterstützt die Berufsfeuerwehr seit Sommer 2018 ebenfalls mit einem Element, wenn die Feuerwehr Bolligen ausrückt. Dazu kommt, dass die Feuerwehr Bolligen im neu umgebauten Feuerwehrmagazin ab Winter 2020 keine eigene Atemschutzwerkstatt mehr plant, sondern diese Logistikleistung künftig bei den Berner Kollegen einkauft.Im kommenden Jahr solle eine Projektgruppe, bestehend aus Vertretern beider Gemeinden und beider Feuerwehren, anhand verschiedener Varianten aufzeigen, wie die Feuerwehrzusammenarbeit weiter optimiert werden kann.

Die Bolliger Gemeinderätin Daniela Freiburghaus sagt dazu: "Das Bekenntnis zu einer eigenen Einheit mit eigener Infrastruktur am Standort Bolligen sei für uns zentral." Ob diese Einheit künftig komplett selbstständig bleibt oder als Milizeinheit unter dem Dach von Schutz und Rettung Bern mittels Kompanieautonomie weiterbesteht, solle die Projektgruppe als mögliche Varianten untersuchen.Erfolgreicher Versuch in OstermundigenBetreffend Tagesverfügbarkeit zeigt sich in Ostermundigen dasselbe Bild. "Aus diesem Grund haben wir die verstärkte Zusammenarbeit während des ganzen Novembers geprobt", erklärt Peter von Arx, Leiter Abteilung Öffentliche Sicherheit Ostermundigen.

So waren im vergangenen Monat jeweils wochentags acht Angehörige der Berufsfeuerwehr im Magazin Ostermundigen stationiert. "Zwischen sechs Uhr morgens und sechs Uhr abends rückten die Berner Feuerwehrleute zusammen mit unserer Milizfeuerwehr im Gemeindegebiet von Ostermundigen aus", so von Arx weiter.

Die Berufsfeuerwehr deckte zusätzlich zum Einsatzgebiet Ostermundigen den Osten Berns und umliegende Gemeinden ab.Nach mehreren gemeinsamen Einsätzen sei das Fazit so positiv, dass man im kommenden Frühjahr noch einmal einen vertieften Versuch starten wird. "Der Standort in Ostermundigen habe sich als ideal erwiesen.

In absehbarer Zeit sei es darum durchaus denkbar, dass die Berufsfeuerwehr Bern fix ab Feuerwehrmagazin Ostermundigen ausrückt – zusammen mit der Milizfeuerwehr Ostermundigen", erklärt Alain Sahli, Bereichsleiter Planung und Einsatz der Berufsfeuerwehr Bern.Stärken der Feuerwehr Region Bern Mit dem neuen Feuerwehrmodell werde die Zusammenarbeit in der Feuerwehr Region Bern weiter gestärkt und auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Feuerwehren eingegangen. "Unser Ziel muss sein, für die Bevölkerung rund um die Uhr den bestmöglichen Schutz bieten zu können", macht der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, Gemeinderat Reto Nause, geltend.Neben den Feuerwehren AMG, Bolligen und Ostermundigen wirken auch jene von Ittigen und Köniz im neuen Feuerwehrmodell mit.

In Zukunft will man vermehrt auch im Bereich der Beschaffung von Material, Spezialgeräten und Fahrzeugen oder bei der Aus- und Weiterbildung zusammenspannen. Erste gemeinsame Übungen wurden bereits erfolgreich durchgeführt.

Dabei wirken neben den fünf Ortsfeuerwehren und der Berufsfeuerwehr Bern auch immer wieder die Berner Milizeinheiten, das Brandcorps und die Nachtwache, mit..

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