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Blaulicht

Betrugsmasche durch falsche Polizisten, Festnahme

2019-11-19 10:30:07
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Quelle: Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt

Im vorliegenden Falle wurde am 15.11.2019 eine 83-jährige Rentnerin mehrmals von einer „Kriminalpolizistin“ angerufen, welche ihr mitteilte, dass ihr Vermögen nicht mehr sicher sei, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt schreibt.

Eine ältere Frau sei überfallen worden und man brauche ihre Hilfe, um die Täter festnehmen zu können. Die 83-Jährige wurde unter Druck gesetzt, sodass sie sich zu ihrer Bank begab und Fr.

30.000.-- abheben wollte. Die Bankangestellte erkundigte sich bei der Frau über den Grund des hohen Bargeldbezuges.

Als diese ihr erklärte, dass die „Kriminalpolizei“ sie angewiesen habe, das Geld zu holen, wurde die Polizei verständigt.         Zwischenzeitlich erhielt die 83-Jährige weitere Telefonanrufe, in welchen sie von der „Kriminalpolizistin“ aufgefordert wurde, mit einem Taxi nach Bottmingen zu fahren und dort das Geld einem „Kriminaltechniker“ zu übergeben.

Im Laufe des Nachmittags konnte der „Kriminaltechniker“ in einer gemeinsamen Aktion der Kantonspolizei Basel-Stadt und der Polizei-Basel-Landschaft festgenommen werden. Dabei stellte sich heraus, dass der mutmassliche Täter bereits Fr.

20.000.-- mit sich führte, welche offensichtlich von einem gleichgelagerten Fall im Kanton Basel-Landschaft stammten.Die Täter geben sich als Polizist oder als Kriminalbeamtin aus. Die oft Hochdeutsch sprechenden Anrufer nehmen über eine gefälschte Rufnummer[1] eine Verbindung mit den potentiellen Opfern auf.

Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, so zum Beispiel diejenige einer Polizeiwache oder einer Behörde. Darauf teilen die Betrüger mit, dass die auf Banken deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich nach Hause nehmen soll.

Anschliessend werden zivile Polizeibeamte am Wohnort vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren. Die Täter fordern ihre potentiellen Opfer wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen und dort einem „Polizisten“ zu übergeben bzw.

an einem unauffälligen Ort zu hinterlegen. Zudem werden auch Personen von falschen Polizisten in Angst und Schrecken versetzt, weil angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort aufbewahrte Geld zu stehlen.                   Hinweise der Staatsanwaltschaft:[1]«Call ID-Spoofing»: Es handelt sich dabei um einen «Diebstahl» einer fremden Telefonnummer.

Dabei sendet der Anrufer – meist über die Internettelefonie (Voice Over IP) – nebst dem Telefonsignal auch noch die falsche Telefonnummer mit. Dadurch werde die wahre Identität des Anrufers beim Angerufenen verschleiert.

Die meisten Anrufe stammen aus dem Ausland..

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