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ETH plant Kompetenzzentrum für ganzheitliche Rehabilitation

ETH plant Kompetenzzentrum für ganzheitliche Rehabilitation
ETH plant Kompetenzzentrum für ganzheitliche Rehabilitation (Bild: ETH Zürich)

2019-11-06 13:55:01
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Quelle: ETH Zürich

Mit den Erfahrungen aus dem Cybathlon 2016 – einem Wettkampf, bei dem Menschen mit Behinderungen alltagsrelevante Aufgaben mittels modernster technischer Assistenzsysteme lösen – veränderte sich Robert Rieners Blick auf die Rehabilitation von Menschen mit körperlichen Einschränkungen, wie die ETH Zürich schildert.

«Ich stellte fest, dass die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen mit einer Behinderung zu wenig in die Entwicklung von unterstützenden Technologien einfliessen, und dass umgekehrt wichtige Ergebnisse aus der Forschung nicht in der Praxis ankommen», sagt Riener, Professor für sensomotorische Systeme an der ETH Zürich und an der Universitätsklinik Balgrist. Doch erst fundiertes Wissen über die Wirkung von Prävention, Therapie und Training ermöglichen es, diese Bereiche zu verbessern.

Deshalb will die ETH mit einer neuen Initiative der Forschung und dem Technologietransfer neue Impulse verleihen.«Die Reha-Initiative stellt den Menschen ins Zentrum und bezieht die Betroffenen von Beginn mit in die Forschung ein. Die Initiative stützt sich dabei auf eine breite wissenschaftliche Expertise und deckt auch die Lehre und den Wissenstransfer ab», hebt ETH-Präsident Joël Mesot hervor.

Dazu sei die ETH bestens gerüstet. Bereits heute sei rund ein Drittel der Professorinnen und Professoren in verschiedenen Departementen direkt oder indirekt in der medizinischen Forschung tätig.

Dazu kommen weitere Kompetenzen, beispielsweise aus den Bereichen Informatik, Robotik, Geisteswissenschaften, Gesundheitsökonomie und Architektur. Dieses Know-how gilt es noch besser zu verzahnen und anderen Partnern in diesem Bereich zugänglich zu machen.Um die Forschung auf diesem Gebiet zu stärken, plant die ETH neben dem erwähnten Kompetenzzentrum auch einen neuen Masterstudiengang in «Rehabilitation Science and Technology» und bis zu acht neue Professuren.

In vier Fällen sei die Finanzierung bereits gesichert. So beteiligt sich die Wilhelm Schulthess-Stiftung mit 10 Millionen Franken an der geplanten Professur für Datenwissenschaften für personalisierte Gesundheit.

Die Stavros Niarchos Foundation sichert eine äquivalente Anschubfinanzierung für eine Professur im Bereich barrierefreie und inklusive Architektur. Beide Stiftungen engagieren sich zudem als Partner für den Cybathlon, der am 2. und 3. Mai 2020 zum zweiten Mal stattfindet.

Zwei weitere Professuren – für mobile Gesundheitssysteme einerseits und für gesundes Altern anderseits – werden von der ETH Zürich selbst finanziert. Weitere vier Professuren seien zu den folgenden Themen geplant: ökonomische Aspekte von Gesundheitstechnologien, Behinderung und Gesundheitstechnologien in der Gesellschaft, Wundheilung sowie personalisierte Gesundheit in der Paraplegiologie.

Zu deren Anschubfinanzierung sucht die ETH Foundation weitere Kooperationspartner..

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