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Forschen für die Energiewende

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    Forschen für die Energiewende (Bild: Schweizer Nationalfonds)
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2019-09-27 00:55:01
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Quelle: Schweizer Nationalfonds

​Die gleichzeitige Umsetzung der Energiestrategie 2050 und die zu erreichenden Klimaziele stellen das schweizerische Energiesystem vor grosse Herausforderungen, wie der Schweizer Nationalfonds berichtet.

Mit zwei Nationalen Forschungsprogrammen gibt der SNF Impulse für die Forschung der ETH, der Universitäten, der Fachhochschulen sowie privater Forschungseinrichtungen. Damit sollen die Politik, Wirtschaft sowie Konsumentinnen und Konsumenten mit Fakten und Technologien bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt werden.

Für die angestrebte Reduktion des Verbrauchs nicht-erneuerbarer Energien mit deren unerwünschten Folgen für Mensch, Umwelt und Klima beantworten beide Programme sowohl naturwissenschaftlich-technische als auch gesellschaftlich-ökonomische Fragen. Sie beleuchten das Angebot erneuerbarer Energien, die Nachfrage nach diesen sowie die Schnittstelle von Angebot und Nachfrage.

Das Nationale Forschungsprogramm "Energiewende" (NFP 70) untersucht die technologischen Potenziale zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 unter Berücksichtigung ihrer Nachhaltigkeit. Die Spitzenforschung an Hochschulen in Kooperation mit Unternehmen umfasst innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur deutlichen Verbesserung bestehender Technologien.

Diese Projekte seien nicht an einzelnen Technologien, sondern an thematischen Schwerpunkten entlang der Wertschöpfungskette von der Produktion über die Speicherung und Verteilung bis hin zum Verbrauch von Energie ausgerichtet. Themenschwerpunkte seien Stromerzeugung und -verteilung, Strom- und Wärmespeicherung, industrielle Prozesse, Mobilität sowie energie- und CO2-arme Baustoffe.

Dank dieser thematischen Bündelung zu grösseren Verbundprojekten und der engen Zusammenarbeit mit der Industrie, liefert das NFP 70 umsetzungsreife Ergebnisse, die konkrete, integrale Beiträge an die Realisierung der Energiestrategie 2050 leisten.Das Nationale Forschungsprogramm "Steuerung des Energieverbrauchs" (NFP 71) habe nachfrageseitige gesellschaftliche Fragestellungen im Blick. Angesprochen werden ökonomische, rechtliche, politische, psychologische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen, welche das Ausschöpfen von Effizienz- beziehungsweise Suffizienzpotenzialen fördern oder hemmen.

Es werden Steuerungsmassnahmen entwickelt und geprüft, um diese Potenziale bei Haushalten, Unternehmungen und öffentlichen Einrichtungen zu realisieren. Auch dieses Programm fördert den intensiven Erkenntnistransfer mit der Politik und Wirtschaft.

Es werden Fragen zum Energieverbrauch von Haushalten, Verkehr und Unternehmungen sowie zur Akzeptanz von Massnahmen in Politik und Wirtschaft bearbeitet. Daraus resultieren zum Beispiel Verfahren, um tragfähige Standortentscheide für Kleinwasserkraftwerke herbeizuführen, oder es werden Eckpunkte einer möglichen Energiesteuer definiert, die das Wirtschaftswachstum nicht hemmen sondern fördern.

Weiter werden beispielsweise wirksame Kommunikationsmassnahmen entwickelt, die helfen, Energie effizient einzusetzen, oder Massnahmen, die dazu beitragen, dass der städtische Güterverkehr bis 2050 seine CO2-Emissionen halbiert.Die zwei Nationalen Forschungsprogramme verfügen über einen Finanzrahmen von 37 Millionen CHF (NFP 70) und 8 Millionen CHF (NFP 71). Aus den mehr als 350 eingereichten Forschungsvorhaben wurden 84 Einzel- und Verbundprojekte für das NFP 70 und 19 Projekte für das NFP 71 ausgewählt.

Die Selektion setzt sich aus 58 Projekten im ETH-Bereich, 15 an kantonalen Universitäten, 25 an Fachhochschulen sowie 5 an privaten Forschungsinstitutionen zusammen. In Kooperation mit der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) werden Synergien mit den Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER) genutzt.

Die Forschungsprogramme erstrecken sich über rund vier Jahre. Aufgrund zahlreicher Wechselbeziehungen werden beide Nationalen Forschungsprogramme zwar organisatorisch und finanziell selbstständig geführt, jedoch eng koordiniert.

Präsident Leitungsgruppe NFP 70Prof. em.

Doktor Hans-Rudolf SchalcherETH Zürich+41 79 350 21 99schalcher@ibi.baug.ethz.ch Präsident Leitungsgruppe NFP 71Prof. Doktor Andreas BalthasarPolitikwissenschaftliches SeminarKultur- und Sozialwissenschaftliche FakultätUniversität Luzern+41 79 371 12 33andreas.balthasar@unilu.ch .

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