Wirtschaft

Die SOB beendet das Projekt abilio

2019-07-11 11:20:02
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Quelle: Schweizerische Südostbahn AG

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) betreibt seit 2016 zusammen mit dem technischen Partner Siemens Mobility AG die Mobilitäts-App abilio, wie die Schweizerische Südostbahn AG ausführt.

Im Zuge der strategischen Ausrichtung ihres Geschäftszweigs, der sich mit verkehrsmittelübergreifenden digitalen Angeboten befasst, habe Siemens nun entschieden, verschiedene bestehende Plattform-Lösungen für Mobility as a Service (MaaS) zusammenzuführen. Aufgrund der unterschiedlichen Auffassung zur zukünftigen Ausrichtung der abilio zugrundeliegenden Plattform und dem damit einhergehenden Geschäftsmodell haben sich die SOB und Siemens Mobility einvernehmlich entschlossen, die Partnerschaft per 30. September 2019 zu beenden.

Trotz Abschaltung von abilio muss die SOB keine Kündigungen aussprechen. Bis heute habe die Siemens Schweiz AG die Technologie-Investitionen für abilio vollumfänglich übernommen.

Die SOB habe nur für die Nutzung der Mobilitätsplattform eine Gebühr entrichtet. Der SOB, als im regionalen Personenverkehr tätigen Transportunternehmen, sei es aktuell nicht möglich, die Kosten ohne Investor zu tragen.

«Wir bedauern die anstehende Abschaltung ausserordentlich, aber ohne einen industriellen Partner und Investor können wir ein solches Projekt finanziell nicht stemmen», erklärt Thomas Küchler, Vorsitzender der SOB-Geschäftsleitung. Den abilio-Kunden empfiehlt die Südostbahn, sich bis zum 30. September 2019 beim TCS und dessen Anwendung «Einfach Mobil» zu registrieren.

«Einfach Mobil» bietet die gleichen Funktionalitäten wie abilio. Der TCS plant die Fortsetzung und Weiterentwicklung seiner Dienste, idealerweise zukünftig gestützt auf eine schweizweite Plattform.

Im Jahr 2016 gestartet Die SOB hatte im Jahr 2016 das Projekt abilio gestartet mit dem Ziel, eine offene Mobilitätsplattform zu etablieren, die als digitaler Marktplatz für verschiedene Anbieter und Vermittler für Mobilitätsdienste dienen sollte. Unter dem Stichwort MaaS sollte es den Kunden ermöglicht werden, einfacheren Zugang zu verschiedenen Formen von Mobilität zu erlangen, ohne sich für jeden Dienst separat registrieren zu müssen.

Die SOB habe mit abilio bewusst eine neutrale Marke, unabhängig vom SOB-Auftritt, lanciert, damit diese Marke auch von anderen Anbietern genutzt werden kann, die keine eigenen Verkaufskanäle aufbauen wollen oder können. TCS verkauft öV-BilletteMit dem Anschluss des TCS an die abilio Mobilitätsplattform war es erstmals gelungen, einen privaten Mobilitätsanbieter mit einem Zugang zum öffentlichen Verkehr auszustatten.

Dem TCS wurde damit die Möglichkeit geboten, den auf seiner App registrierten Kunden öV-Billette zu verkaufen. Ebenfalls wurden weitere Dienstleistungen, wie zum Beispiel Parking und Taxi, integriert.

abilio war damit die erste Lösung, die es ermöglichte, mit einmaliger Registrierung verschiedene Leistungen voll integriert zu beziehen. Mobilität im Wandel Die Veränderungen im Mobilitätsmarkt haben erst begonnen und es werde zunehmend eine Verschmelzung von öffentlichem und privatem Verkehr stattfinden.

Neue Technologien, wie zum Beispiel autonomes Fahren, der kontinuierliche Trend zu wachsenden Städten und verändertes Kundenverhalten (abnehmende Bedeutung eines eigenen Autos) werden grossen Einfluss auf die Mobilität der Zukunft haben. Die Schaffung von einfach zugänglichen Angeboten, die nahtlose und nachhaltige Mobilität ermöglichen, erfordern neue Lösungen.

abilio habe hier erstmals aufgezeigt, wie eine solche Lösung aussehen könne und bewiesen, dass die Umsetzung von MaaS mit nahtlosem Reisen von Tür zu Tür möglich ist. Die SOB sei zuversichtlich, dass es zukünftig eine Schweizer Lösung geben wird, die die Position des öV stärkt und die Entwicklung zu vermehrter nachhaltiger Mobilität in der Schweiz fördert.

Die Südostbahn werde die gemachten Erfahrungen in die Entwicklung eines schweizweiten digitalen Ökosystems einbringen. «Wir seien überzeugt, dass nur eine offene, diskriminierungsfreie und damit neutrale Plattform die Vorausset-zungen zur Entwicklung von zukunftsgerichteten, nachhaltigen Mobilitätsangeboten schaffen kann», so Marius Schmidt, Gesamtprojektleiter Mobilitätsplattform abilio.

Im Sinne dieses Ziels unterstützt die SOB entsprechende Entwicklungen. .

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