Regional

Der unbekannte Herdenschutzhund

Der unbekannte Herdenschutzhund
Der unbekannte Herdenschutzhund (Bild: Kanton Uri)

2019-03-15 08:02:02
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Kanton Uri

Wenn Sie unseren Online-Schalter nutzen möchten, richten Sie am besten ein Benutzerkonto ein, wie der Kanton Uri berichtet.

Es erleichtert Ihnen die Arbeit, und Sie behalten die Übersicht über Ihre Online-Geschäfte. Seit der Rückkehr des Wolfes ab Mitte der 1990er-Jahre werden in der Schweiz wieder Hunde für den Herdenschutz eingesetzt.

Herdenschutzhunde schützen seit Jahrtausenden vor allem in Europa und Asien Nutztiere. Die Herausforderung bei uns liegt in erster Linie darin, diese Hunde und ihre Arbeit mit unseren landwirtschaftlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen – dafür braucht es verschiedenerseits guten Willen und Anpassungen.

Zum Beispiel müssen Wissen zum Umgang mit diesen Hunden sowie Verständnis und Toleranz für deren Arbeitsweise von verschiedensten Kreisen wie Landwirtschaft, Erholungssuchenden, Jägern, Behörden etc. erst wiedergewonnen werden.Landwirte arbeiten nicht zum Vergnügen mit Herdenschutzhunden.

Speziell auf unwegsamen Alpen können nur die Hunde effizienten Schutz vor Raubtierübergriffen bieten. Im Rahmen des nationalen Herdenschutzprogramms des Bundes arbeiten aktuell rund 250 Herdenschutzhunde auf etwa 100 Schweizer Alpen respektive davor und danach auch auf Frühlings-, Herbst- und Heimweiden (Tendenz steigend).

Im Unterschied zu Hüte- und andern Nutzhunden arbeiten die Herdenschutzhunde weitestgehend eigenständig – ohne Menschen, dafür im Verbund mit anderen Hunden. Gerade diese für den Schutz zwingend benötigte Eigenständigkeit der Herdenschutzhunde führt in unserer Gesellschaft jedoch teilweise zu (Akzeptanz-)Problemen und könne Ärger und Ängste auslösen.

Wir seien es gewohnt, dass jeder Hund jederzeit unter Aufsicht seines Halters zu sein hat.Schnell kommt es zu Vorwürfen, wenn Herdenschutzhunde ab und zu abseits ihrer Herden zu finden sind. Bis zu einer Distanz von einigen hundert Metern von der Herde weg sei dies in der Regel als die normale Arbeitsweise solcher Hunde zu akzeptieren, längere oder allzu häufig «Ausflüge» der Hunde seien aber durch deren Halter zu unterbinden.

Dies könne nicht über hundedichte Zäune geschehen – solche seien in der Landwirtschaft vielfach gar nicht möglich und für Herdenschutzhunde, die meist ohne solche Zäune funktionieren müssen, auch nicht wünschenswert. Der Schlüssel liegt viel mehr bei einer starken Bindung der Hunde an die zu beschützenden Nutztiere.

Hierfür bringen Herdenschutzhunde dank ihrer aussergewöhnlichen Bindungsfähigkeit beste Voraussetzungen mit.Ebenso wichtig wie die Sozialisierung dieser Hunde mit den Nutztieren sei jene mit dem Menschen. Dies sei eine Voraussetzung, damit Herdenschutzhunde mittelfristig auch für Wanderer etc.

akzeptabel eingesetzt werden können. Denn das (erwünschte) Schutzverhalten, das bei Herdenschutzhunden weitgehend genetisch fixiert ist, führt dazu, dass sie Unbekanntes im Umfeld der Herde, und dazu gehören auch Wanderer etc., misstrauisch begutachten und bis zur Einschätzung «keine Gefahr» möglichst von der Herde fernhalten.

Erst das Fundament einer vertrauensvollen Beziehung zu seinem Halter sowie vielfältige (positive) Erfahrungen als (Jung-)Hund mit Spaziergängern, Bikern, Kindern etc. lässt einen Herdenschutzhund wesensstark solche Situationen «gesellschaftstauglich» meistern..

Suche nach Stichworten:

Herdenschutzhund



Top News


» Winterthur 2: Arbeiter bei Sturz schwer verletzt


Goldach: Fahrunfähig und trotz Führerausweisentzug Auto gefahren und geflüchtet

» Goldach: Fahrunfähig und trotz Führerausweisentzug Auto gefahren und geflüchtet


» Lyssach: Motorradlenker bei Kollision schwer verletzt


Personenwagenlenker verursacht Selbstunfall – Lenker verletzt

» Personenwagenlenker verursacht Selbstunfall – Lenker verletzt


» Grenchen: Brand in Lagerhalle