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Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht

  • Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht
    Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht (Bild: Kanton Thurgau)
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    Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht (Bild: Kanton Thurgau)
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    Erste Erfahrungen mit der Stellenmeldepflicht (Bild: Kanton Thurgau)
2018-10-12 11:32:00
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Quelle: Kanton Thurgau

Anlässlich der Medienkonferenz des AWA Thurgau bei der Baumer Electric AG in Frauenfeld kamen positive wie auch negative Aspekte der Stellenmeldepflicht (SMP) zur Sprache, wie der Kanton Thurgau berichtet.

Dass der Aufwand für die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) beträchtlich gestiegen ist, verhehlte Heinz Erb dabei nicht. Er sei Leiter der RAV Thurgau und verantwortlich für die Umsetzung der SMP.

Dreimal so viele Stellen wie vor der Meldepflicht werden in den RAV registriert. Die Zahl  der Meldungen liegt über den Erwartungen aller.

Konkret wurden im September 2018 bei den RAV im Thurgau 746 neue Stellen gemeldet. Ein Jahr zuvor waren es 221 Stellen.

Dabei handelt es sich nicht nur um meldepflichtige Stellen, wie Erb betont, sondern zu 40 Prozent auch um Arbeitsstellen, die nicht der Meldepflicht unterliegen. Vor dem Start der Stellenmeldepflicht befürchtete Marco Schaffner als Personalleiter der Baumer Electric AG einen grossen Mehraufwand.

Nach drei Monaten Erfahrung betont er: «Die Stellenmeldepflicht weist noch Optimierungspotential auf, aber der Prozess konnte rasch und unbürokratisch in den internen HR-Prozess integriert werden.»  Zudem gibt er zu bedenken, dass die Baumer Unternehmen gut organisiert seien und die zuständigen Personen die SMP daher effizient umsetzen könnten. Insgesamt erfolgte in den letzten drei Monaten bei Baumer eine Anstellung im administrativen Bereich.

Meldepflichtig waren in diesem Zeitraum rund zwölf Stellen.  Positiv schildert Geschäftsführer Gerold Eger die Zusammenarbeit mit dem RAV Frauenfeld: «Seit der Einführung der Stellenmeldepflicht seien die Berater des RAV näher bei der Industrie, beim Arbeitgeber, respektive bei der Wirtschaft.»Eine wirtschaftsfreundliche Umsetzung sowie enge Zusammenarbeit zwischen RAV und den arbeitgebenden Firmen war stets das Ziel des AWA, wie Amtsleiter Daniel Wessner erklärt. «Die Unternehmungen sollen vom Arbeitgeberservice profitieren.

Sie erhalten von den RAV kostenlos relevante Bewerbungsdossiers.» Dabei weist Wessner auf die angestrebte hohe Qualität der Dossiers hin. Erb unterstreicht, dass zu diesem Zweck nach Möglichkeit alle stellenanbietenden Arbeitgeber kontaktiert werden.

«Wir wollen in Erfahrung bringen, welche speziellen Skills gesucht werden.» Innert drei Tagen muss der Arbeitgeberservice den Arbeitgebern die Dossiers von interessanten möglichen Arbeitnehmern zur Verfügung stellen. Die Stellenmeldepflicht  setzte eine enorme Weiterentwicklung bei den Abläufen und Instrumenten seitens des Arbeitgeberservice und des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco voraus.Ob der Inländervorrang als Umsetzungsinstrument der Masseneinwanderungsinitiative mittelfristig durch die Einführung der Stellenmeldepflicht greift, hängt gemäss Angaben von Wessner vor allem von den Arbeitgebern ab.

Diese entscheiden nach wie vor, wen sie einstellen möchten. Die ersten Zahlen der Vermittlungen entsprechen noch nicht den Erwartungen.

Von Juli bis September 2018 konnten 280 Stellen vermittelt werden. Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr waren es 232 Vermittlungen.

Die Vermittlungsquote stieg laut RAV-Leiter Heinz Erb zwar um rund 20 Prozent; angesichts der massiv erhöhten Stellenmeldungen und des damit verbundenen Arbeitsaufwandes sieht er für die Anzahl Vermittlungen noch Steigerungspotential..

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