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Stadtklima St.Gallen: Fachbericht zur Hitzeminderung

2021-02-10 11:05:23
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Quelle: Stadt St. Gallen

Der Stadtrat hat den Fachbericht «Stadtklima St.Gallen» verabschiedet, wie die Stadt St. Gallen schildert.

Im Fokus des Fachbe-richts steht die Anpassung an den Klimawandel. Eine Analyse der Klimasituation verdeutlicht den Handlungsbedarf.

Die zunehmend wärmeren Temperaturen und die grössere Trockenheit in den Sommermonaten haben auch Auswirkungen auf die Stadt St.Gallen. Der Fachbericht «Stadtklima St.Gallen» zeigt in den Bereichen Planung, Bau und Unterhalt Handlungsmöglich-keiten und Umsetzungsmassnahmen zur Hitzeminderung auf.

In Städten und Agglomerationen sei die Hitzebelastung im Sommer deutlich grösser als im Umland. Die vielen versiegelten Flächen, die fehlenden Grünflächen und die wegen dichter Bebauung bzw.

ungeeigneter Gebäudeausrichtung eingeschränkte Windzirkulation sowie die Abwärme von Industrie und Verkehr tragen zum Hitzeinseleffekt bei. Im Jahr 2018 erlebte die Schweiz nach 2003 und 2015 den drittwärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864. In den Monaten Juni bis August war es auch in der Stadt St.Gallen aussergewöhnlich heiss.

Das Jahr 2019 war sogar das heisseste in der europäischen Geschichte. Hitzetage und Tropennächte seien für die Bevölkerung eine gesundheitliche Belastung.

Damit St.Gallen trotz zunehmender Wetterextreme eine angenehme Wohn- und Arbeitsumgebung, gesunde Luft und attraktive Naherholung bieten kann, seien Massnahmen erforderlich.Freiräume mit Grünflächen, Schattenplätze, gut durchlüftete Quartiere und frei zugängliche, kühlende Wasserfläche erhöhen die städtische Lebensqualität. Der Fachbericht «Stadtklima St.Gallen» stellt die Hitzeminderung ins Zentrum und zeigt, wie die Anpassung an den Klimawandel gelingen kann.

Er konkretisiert damit den Handlungsbereich Stadtklima des Umweltkonzepts. Der weiterhin zentrale Klimaschutz werde mit dem Energiekonzept 2050 vorangetrieben.Im Fokus des Fachberichts «Stadtklima St.Gallen» stehen fünf Handlungsfelder, mit denen die Stadt Hitzebelastungen entgegenwirken kann.

Sie können den Anstieg der Sommertemperaturen aufgrund des Klimawandels nicht verhindern, tragen aber dazu bei, dass die Überhitzung der Stadt gedämpft und die heissen Tage für die Bevölkerung erträglicher werden:Der Bericht beschreibt die Handlungsfelder und zeigt deren Wirksamkeit auf. Weiter nennt er mögliche Umsetzungsmassnahmen und illustriert diese mit lokalen Beispielen.

Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung sei die frühzeitige Berücksichtigung der Massnahmen bei der Planung von Bauvorhaben. Grundsätzlich heisst die Maxime: «Mehr Grün und Blau statt Grau».

Mit Vegetation (grün) und der Verdunstung von Wasser (blau) könne die Temperatur aktiv gesenkt werden. Die Reduktion von Versiegelung und der Verzicht auf dunkle Materialien (grau) verhindern ein zu starkes Ansteigen der Temperaturen in Hitzephasen.Am Dienstag, 6. April 2021, findet um 19 Uhr im Rahmen von «Natur findet Stadt» ein Vortrag zum Thema «Anpassung an den Klimawandel – Wirkung unterschiedlicher Massnahmen in der Stadt» im Freudenbergsaal oder online statt.

Die Anzahl der Teilnehmenden sei begrenzt. Anmeldung bis 5. April 2021 an: stadtgruen@stadt.sg.ch..

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