Regional

Projekt «VIF!»: Interview mit Priska Ammann

Projekt «VIF!»: Interview mit Priska Ammann
Projekt «VIF!»: Interview mit Priska Ammann (Bild: Stadt Bern)

2019-07-08 10:32:01
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Stadt Bern

Das Projekt «VIF!» hat beim städtebaulichen Wettbewerb den ersten Rang «Städtebau» und «Stadtteilpark» belegt, wie die Stadt Bern meldet.

Hinter diesem Projekt steckt ein eingespieltes Team aus Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Verkehrsplaner*innen und Soziolog*innen. Die diplomierte Architektin ETH SIA, Priska Ammann, äussert sich im Namen des Teams zu ihrer Vision des künftigen Quartiers.Ammann: Kurz gesagt: dicht, lebendig, gemeinschaftlich organisiert und naturnah.

Ich will aber ein bisschen ausholen. Im neuen Quartier habe es weniger Autos und mehr Velos.

Die Menschen engagieren sich. Ich sehe ein Quartier, in dem das Leben gemeinschaftlich organisiert wird.

So dürfen beispielsweise in den beruhigten Wohngassen die Tische herausgestellt werden und die Bewohner*innen essen gemeinsam «Znacht», oder man engagiert sich beim urban gardening. Die Kombination von dichter Besiedlung und naturnaher Lebensweise funktioniert.

Die Menschen leben modern und gut mit der Natur.Ammann: Wir haben mehrere sogenannte «Wunsch-Gehlinien» erforscht, gebündelt und miteinander verbunden. Diese Linien nennen wir Eselspfade: Diesen Pfad würde man intuitiv einschlagen, um auf direktem Weg ans Ziel zu gelangen.

Im Viererfeld seien es zwei Achsen, die sich kreuzen und einen kurzen Abschnitt gemeinsam verlaufen. Diesen Abschnitt haben wir Stammstrecke genannt – alle Wege im Viererfeld führen durch diese Strecke.Ammann: Das VIF-Team entwickelt den Masterplan und formuliert darin gewisse Regeln wie Baulinien, definiert die Eingangsseiten der Gebäude und entwickelt gestalterische Regeln, damit die vielen verschiedenen Architekturen trotzdem ein Ganzes bilden.

Die anderen Wohnbauteams entwickeln aufgrund dieser Regeln Testprojekte für jeweils zwei bis drei Standorte. Die Teams können sich mit diesen Projekten bei den künftigen Investorinnen und Investoren bewerben.Ammann: Es werde einen grossen, freien Allmendteil in Form einer Wiese geben.

Diese Wiese könne vielfältig genutzt werden, beispielsweise für Ballspiele oder für ein freies Picknick. Dazwischen bilden die Stadtgärten – die ehemaligen Familiengärten – die Pufferzone zwischen dem Allmend- und dem Gebäudeteil.

Weiter sei ein Kinderspielplatz in der Nähe des bereits Bestehenden vorgesehen. Im Norden des Quartiers, in der Nähe des künftigen Schulhauses, werde es einen Spiel- und Sportbereich mit einem Pumptrack geben..

Suche nach Stichworten:

Projekt VIF Interview Priska Ammann



Top News


» Bundes-Exzellenz-Stipendien: Bundesrat schafft Rechtsgrundlage für Digitalisierung der Verfahren


» Bundesrat fordert eine sofortige Beendigung der Kampfhandlungen und erleichtert die Erbringung humanitärer Hilfe in Syrien


» Bericht zur Situation von Frauen und Mädchen im Asylbereich


A1 Kernenried: Drei Sattelmotorfahrzeuge kollidiert

» A1 Kernenried: Drei Sattelmotorfahrzeuge kollidiert


» Ittigen: Drei Personen bei Unfall leicht verletzt