Regional

Stärkung der Zweisprachigkeit - Regierung verabschiedet konkrete Massnahmen

2019-06-28 09:32:00
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Quelle: Kanton Bern

Der Kanton Bern will seine Zweisprachigkeit aufwerten und seine Rolle als Brücke zwischen der deutschen und der französischen Schweiz stärken, wie der Kanton Bern ausführt.

Der Regierungsrat habe eine Reihe von Massnahmen verabschiedet, um dieses Legislaturziel zu konkretisieren. Dabei sollen der schulische Sprachaustausch und zweisprachige Ausbildungen ausgebaut, der Anteil des französischsprachigen Personals in der Kantonsverwaltung erhöht und die Zweisprachigkeit gefördert werden.

Zu den Regierungsmassnahmen gehört beispielsweise auch die Entwicklung der Zweisprachigkeit in Spitälern.Die Berner Kantonsregierung habe die Stärkung der Zweisprachigkeit daher in ihre Legislaturziele aufgenommen. Um ihre Absichten zu konkretisieren, sieht sie für das kommende Jahr einen Finanzbetrag von 100 000 Franken, für 2021 einen Betrag von 200 000 Franken und ab 2022 einen Betrag von 300 000 Franken vor.

Mit diesen zusätzlichen Mitteln sollen die in den Direktionen und in der Staatskanzlei laufenden Anstrengungen zur Förderung der Zweisprachigkeit im Rahmen ihrer jeweiligen Budgets verstärkt werden.Die Erziehungsdirektion werde u. a. beauftragt, den schulischen Sprachaustausch und den zweisprachigen Unterricht auf allen Schulstufen auszubauen.

Sie werde ausserdem prüfen, ob, wie im Wallis praktiziert, nach einer abgeschlossenen Berufslehre ein fakultatives, einjähriges Betriebspraktikum in der anderen Amtssprache eingeführt werden kann.Auch als Arbeitgeber sei der Kanton Bern gefordert. So werde er jährlich eine Personalstatistik nach Sprachen und Lohnklassen veröffentlichen.

Die Personalstrategie 2020-2023 werde Grund­sätze enthalten, um die Sprachkompetenzen innerhalb der Kantonsverwaltung zu verbessern und den Anteil des französischsprachigen Kantonspersonals zu erhöhen. Die Finanzdirektion werde dazu einen konkreten Massnahmenkatalog vorlegen.Alle diese Arbeiten seien langfristig angelegt.

Die Koordination der Massnahmen zur Unterstützung von Projekten und zur Zweisprachigkeitssensibilisierung innerhalb und ausserhalb der Kantonsverwaltung obliegt der Staatskanzlei, dies in Zusammenarbeit mit den Direktionen und den verschiedenen Partnerinstitutionen. Die Staatskanzlei will die kantonale Zweisprachigkeit sichtbarer machen und deren positive Seiten für den Kanton hervorheben.

So könnte beispielsweise zusätzlich zum Kulturpreis des Kantons Bern auch ein kultureller Zweisprachigkeitspreis verliehen werden..

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