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Wichtige Vermittlung und Beratung für städtische Angestellte

2019-05-16 08:02:01
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Der Anteil an Beratungen, Vermittlungen und Beschwerden bei städtischen Angestellten bleibt auch 2018 hoch: Von 551 eingereichten Fällen betreffen 208 Personalgeschäfte (37 %), wie die Stadt Zürich berichtet.

Auffällig sei dabei die häufige Folgenschwere für die Betroffenen sowie die erforderliche intensive Bearbeitung und lange Begleitung durch die Ombudsstelle. Weitere Problemschwerpunkte bilden Schwierigkeiten bei der konkreten Umsetzung der Rechte für Menschen mit Behinderungen sowie die Unterstützung bei der Anwendung von KESB-Entscheiden.

Die Ombudsfrau stellt fest, dass für eine gute Verwaltungsführung die Personalführung, die gelebte Betriebskultur und namentlich das Führungsverhalten der Vorgesetzten genauso wichtig seien wie die Arbeitsabläufe und die sachspezifische Bearbeitung, für welche die Dienstabteilungen der Departemente und die Behörden jeweils zuständig sind. Aufgabenausführung und Arbeitsklima hängen oft eng miteinander zusammen und beeinflussen sich gegenseitig.

Vorgesetzte aller Stufen sollten dies künftig vermehrt beachten und sich konsequenter der Personalführung in all ihren Facetten, namentlich aber in Konfliktsituationen, widmen.Reorganisationsmassnahmen, die zum Stellenverlust führen, betreffen immer auch ältere Mitarbeitende. Ihnen könne überdurchschnittlich selten eine angemessene Ersatzaufgabe angeboten werden.

Dabei kommt es oftmals zu einer unverschuldeten Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die Ombudsstelle habe sich darüber hinaus generell vermehrt mit Kündigungen und Auflösungen des Arbeitsverhältnisses in Konfliktsituationen zu beschäftigen.Ähnliches gilt für Mitarbeitende, die aus psychischen oder physischen Gründen eine längere Zeit arbeitsunfähig waren.

Ihr erfolgreicher beruflicher Wiedereinstieg gestaltet sich mangels geeigneter Unterstützungsinstrumente vielfach als schwierig. Neben dem nötigen Fachwissen und der Begleitung für Vorgesetzte fehlt es für die berufliche Integration auch an nötigen Anreizen, entsprechende Anstellungen zu ermöglichen.Häufiger als früher werden Verwandte, Verschwägerte, Partnerinnen und Partner, Freundinnen und Freunde nicht nur im gleichen Departement, sondern vermehrt auch in der gleichen Behörde oder Verwaltungseinheit oder gar im gleichen Team beschäftigt.

Besonders problematisch sei dies, wenn die nahe Beziehung bereits zu Beginn des Arbeitsverhältnisses besteht. Die Ombudsstelle empfiehlt hier ein transparentes Führungsverhalten mit klaren Leitlinien und der Sensibilisierung.Die Ombudsstelle werde regelmässig mit Beschwerden zu Behindertenfragen konfrontiert, teils aus dem Kreis der städtischen Mitarbeitenden, teils von Bürgerinnen und Bürgern.

Sie seien so vielfältig, wie sich unterschiedliche Behinderungen im Alltag auswirken können. Schwerpunkte bilden aber immer wieder Fragen zu den Schwierigkeiten im Verkehr, zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und bei der Zugänglichkeit zu Gebäuden, auch städtischen.

Für Schülerinnen und Schüler gibt es vielfach das Problem, die für sie geeigneten Schulen zu finden bzw. den für sie angemessenen Förderunterricht zu ermöglichen.

Bei den städtischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt die Ombudsfrau vor allem, wie Mitarbeitende mit einer Einschränkung eine angemessene Anstellung in der Stadtverwaltung behalten können. Zur Neuanstellung von Menschen mit Behinderungen verfügt die Stadt bisher über wenig Erfahrung.Zu den besonders anspruchsvollen Geschäften gehören Fragestellungen aus dem Kinderschutzbereich.

Obhutsentzug, Einweisung der Kinder in eine Institution oder die Aufhebung bzw. Einschränkung des Besuchsrechts bedeuten für die betroffenen Eltern meist eine schwerwiegende Zäsur.

Die Ombudsstelle habe in diesen Fällen in erster Linie eine beratende, klärende und vermittelnde Funktion zu den Verfahrensabläufen. Gelingt es ihr, das Vertrauen der Eltern zu gewinnen, können die anstehenden Fragen erklärt und geklärt werden.

Verfahrensabläufe, Bedeutung der Gutachten, Anhörungs- und Akteneinsichtsrechte der Eltern, Kindeswohl und Kindesinteressen, Rollenklärung bezüglich der verschiedenen beteiligten Fachpersonen und Entscheidungsgremien seien für Eltern, die bisher mit diesem Themenbereich keine Erfahrung hatten, oft schwer verständlich und einschätzbar. Die Klärung führt im positiven Fall zu einer Stärkung der Eltern, ihre Rechte wahrzunehmen, sich auf konstruktive und wirkungsvolle Weise ins Verfahren einzubringen und die unterschiedlichen Perspektiven der am Verfahren Beteiligten besser verstehen und anerkennen zu können.Die Ombudsstelle bearbeitete im vergangenen Jahr insgesamt 564 Geschäfte abschliessend (Neueingänge: 551; 2017: 574).

Neben dem leichten Rückgang der neuen Geschäfte, isteine starke Zunahme der eingegangenen Anfragen festzuhalten. Mit 909 Anfragen (2017: 805) beschäftigte sich die Ombudsstelle mit insgesamt so vielen Neueingängen wie   nie zuvor.Bei gut der Hälfte der Geschäfte (284) stand die Beschwerdeprüfung und/oder Vermittlung im Vordergrund, bei 43 Prozent die Beratungs- und Informationstätigkeit (241).

39 Geschäfte (7 %) wurden im Laufe der Bearbeitung von den Klientinnen und Klienten zurückgezogen. Nur bei 75 Geschäften wurde die Beschwerde abgewiesen oder blieb die Vermittlung ergebnislos.

In 74 Prozent der Fälle führten die Beschwerdeprüfung und die Vermittlungstätigkeit zur gänzlichen oder teilweisen Gutheissung bzw. zu einer Vermittlungslösung.Verwaltungsintern, also personalspezifische Geschäfte wurden 2018 insgesamt 208 Anliegen eingereicht.

Dies entspreche einem Anteil von 37 Prozent (2017: 41 %). Überdurchschnittlich hoch fällt der Anteil der Personalgeschäfte aus, der von Frauen eingereicht wurde.

Er beträgt 69 Prozent (2017: 64 %). Der Anteil der verwaltungsinternen Beratungs- und Informationsfälle sei mit 150 wie in den Vorjahren erneut hoch.

Lediglich in fünf Geschäften wurde die Beschwerde negativ beurteilt oder zeigte die Vermittlung kein positives Ergebnis..

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