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Stöckacker Nord: Entwickeln, verdichten und teilweise erhalten

2019-05-13 18:32:28
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Quelle: Stadt Bern

Die Siedlung Meienegg im Gebiet Stöckacker Nord soll verdichtet und teilweise durch eine Neuüberbauung ersetzt werden, wie die Stadt Bern meldet.

Auf Basis einer städtebaulichen Studie habe der Gemeinderat die Eckwerte für den als nächsten Schritt anstehenden Projektwettbewerb zur Siedlung Meienegg festgelegt. In einer Abwägung zwischen Innenentwicklung und Denkmalschutz habe der Gemeinderat entschieden, dass kurz- bis mittelfristig zwei Drittel bis drei Viertel der Siedlung transformiert werden können, während die verbleibende Bausubstanz im Bestand vorläufig erhalten werden soll.Die FAMBAU Genossenschaft will ihre in den 1940er-Jahren gebaute Familiensiedlung Meienegg im Stöckacker-Quartier erneuern und weiterentwickeln.

Um die Entwicklungspotentiale bis hin zum Neubau der Siedlung auszuloten, schlossen die Stadt Bern und die FAMBAU Genossenschaft im Jahr 2016 eine Planungsvereinbarung ab. Darauf führten sie in den Jahren 2017–2018 den Studienauftrag «Stöckacker Nord, Bern» durch.

Vier Teams erarbeiteten dabei unterschiedliche Ideen für die Transformation der Siedlung Meienegg und städtebauliche Strategien und Konzepte für das ganze Gebiet Stöckacker Nord zwischen der Betlehem- und der Stöckackerstrasse sowie der Bahnlinie Bern-Neuenburg.Auf Basis der Empfehlungen des Beurteilungsgremiums des Studienauftrages habe der Gemeinderat die Eckwerte für die weitere Entwicklung der Siedlung Meienegg definiert. So solle im Gebiet Stöckacker Nord keine in sich geschlossene Siedlung, sondern vielmehr ein Quartierteil entstehen, der Offenheit nach aussen signalisiert.

Die Quartierbewohnenden sollen von einem attraktiven Wegnetz, publikumsorientierten und gemeinschaftlichen Erdgeschoss-nutzungen sowie einer Stärkung des Subzentrums Bethlehem-/Stöckackerstrasse hin zu einem Quartierversorgungszentrum profitieren können. Angestrebt werden 4- bis 6-geschossige Gebäude, wobei punktuell städtebauliche Akzente mit höheren Gebäuden möglich sind.

Die Ziele der städtischen Wohnstrategie werden in den Randbedingungen für den anstehenden Projektwettbewerb aufgeführt: Auf dem Areal solle eine durchmischte Siedlung mit gemeinnützigen, familienfreundlichen, altersgerechten und hindernisfreien Wohnungen entstehen. Im Sinne der Mobilitätsziele des Stadtentwicklungskonzepts Bern 2016 (STEK 2016) solle die neue Siedlung Meienegg autoarm geplant werden.Die Siedlung Meienegg sei im Inventar der städtischen Denkmalpflege als «erhaltenswert» eingestuft.

Der Studienauftrag zeigte, dass die Siedlung mit einer neuen städtebaulichen Qualität ersetzt werden kann, dass aber in den weiteren Planungsschritten der Etappierung eine wichtige Bedeutung beigemessen werden muss. Auf Basis dieser Erkenntnisse habe der Gemeinderat eine Abwägung zwischen den Interessen der Stadtentwicklung im Sinne einer Siedlungsentwicklung nach innen und den Interessen der Denkmalpflege und des Ortsbildschutzes vorgenommen.

Danach können zwei Drittel bis drei Viertel der Siedlung Meienegg kurz- bis mittelfristig entwickelt, transformiert und nachverdichtet werden. Die verbleibende Bausubstanz solle hingegen vorerst erhalten bleiben.Zunächst werde die FAMBAU in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bern ab Sommer 2019 für das Gebiet der Meienegg einen Projektwettbewerb nach SIA 142 durchführen.

Da die Entwicklung eine Änderung der bestehenden Grundordnung bedingt, werde die Stadt Bern auf Basis des Wettbewerbs ein Planungsinstrument – voraussichtlich in Form einer Überbauungsordnung – erarbeiten. Nach aktuellem Planungsstand sei frühestens 2023 mit einem Baubeginn zu rechnen..

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