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Beitritt des Kantons Tessin zum Reparaturführer

2019-02-25 10:02:01
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Quelle: Kanton Basel-Landschaft

Die Expertise zum Abbruch der Ausschreibung des Campus Biel/Bienne kommt zum Schluss, dass unter anderem hohe Ansprüche, kostentreibende Projektänderungen, enge Termine und knappe Ressourcen für die deutliche Überschreitung des Kostenrahmens verantwortlich sind, wie der Kanton Bern meldet.

Um Kosten zu senken, werde das Projekt jetzt erneut durchleuchtet. Ein Zusatzkredit dürfte trotzdem nötig werden.

Die Inbetriebnahme des Campus Biel/Bienne sei neu für 2025 statt 2022 vorgesehen. Für den Regierungsrat habe die Standortkonzentration der Berner Fachhochschule höchste Priorität.

Er habe eine Taskforce eingesetzt, welche die Projektarbeiten begleitet.Vor gut einem Jahr startete das kantonale Amt für Grundstücke und Gebäude (AGG) die Ausschreibung für die Suche eines Totalunternehmens zur Realisierung des Campus Biel/Bienne. Da alle Offerten deutlich über dem vom Grossen Rat bewilligten Kostenrahmen lagen, musste die Ausschreibung abgebrochen werden.

Zur Abklärung der Ursachen gab die Bau- und Verkehrsdirektion eine externe Expertise in Auftrag. Die Resultate liegen nun vor.Damit das AGG als verantwortlicher Bauherr seine Funktion besser wahrnehmen kann, will die BVD das Amt personell verstärken und seine Organisationsstruktur überprüfen.

Damit solle sichergestellt werden, dass künftig genügend Personal und Zeit zur Verfügung steht, um die Termin- und Kostenrisiken zu managen.Für den im April gestarteten Relaunch des Campus Biel/Bienne wurde das zuständige Projektteam bereits verstärkt. Bis Anfang 2021 werden die Pläne nun gründlich durchleuchtet, um Wünschbares von Notwendigem zu trennen.

Angestrebt werde ein funktionaler Bau. In diesem Rahmen werde beispielsweise auch untersucht, ob Holz bei tragenden Elementen nicht durch Beton ersetzt werden soll.

Da der Campus Biel/Bienne bereits als Minergie-P Eco-Bau geplant ist, werde auf das ursprünglich angestrebte Gold-Label gemäss «Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS)» verzichtet. Klar sei aber: Die Projektanpassungen dürfen und werden die Qualität von Lehre und Forschung der Berner Fachhochschule und deren Standortkonzentration nicht in Frage stellen.Mitte 2021 seien die Optimierungsmöglichkeiten definiert und das Einsparpotenzial überprüft und beziffert.

Auch wenn die Höhe der Einsparungen derzeit noch unbekannt ist, dürfte vermutlich ein Zusatzkredit an den Grossen Rat nötig werden.Ebenfalls bis Mitte 2021 dürfte die Rechtslage geklärt sein. Demnach könne der Bau des Campus Biel/Bienne 2022 starten.

Die Inbetriebnahme sei im Herbst 2025 möglich. Ursprünglich war sie für Herbst 2022 geplant.

Sollten die rechtlichen Auseinandersetzungen hingegen länger dauern, würde sich die Inbetriebnahme weiter verzögern. Bis zum Baubeginn werde die heutige Baugrube zwischengenutzt.Mit der Verzögerung in Biel verschiebt sich auch die Realisierung des Bildungscampus Burgdorf.

Dieser könne erst gebaut werden, wenn die dort angesiedelten Departemente der Berner Fachhochschule nach Biel umgezogen sind. Je nach Verlauf der der juristischen Verfahren beim Campus Biel/Bienne verschieben sich Baubeginn und Inbetriebnahme des Bildungscampus Burgdorf im besten Fall um drei Jahre.

Der Kanton prüft nun, ob und wie sich die nötige Erweiterung des Gymnasiums Burgdorf terminlich vom restlichen Bildungscampus-Projekt abkoppeln lässt.Beim geplanten TecLab in Burgdorf lassen sich wichtige Teile der geplanten Aktivitäten (MINT, Weiterbildung und wirtschaftsnahe Dienstleistungen) hingegen auch umsetzen, wenn die BFH die Räumlichkeiten nun später verlässt. Dieses Projekt sei von den Verzögerungen in Biel deshalb nur am Rand betroffen.Der Regierungsrat bedauert den Umstand, dass sich die Inbetriebnahme des Campus Biel/Bienne um mehrere Jahre verzögert.

Die Standortkonzentration der Berner Fachhochschule und damit verbunden die Neuausrichtung des Bildungsstandorts Burgdorf seien für den Regierungsrat zentrale Projekte zur Weiterentwicklung des Kantons, wie er das in seinen Richtlinien definiert hat. Denn die Standortkonzentration stärkt die Stellung der Berner Fachhochschule in der Schweizer Bildungslandschaft.Parallel zum Neustart der Ausschreibungsarbeiten für den Camus Biel/Bienne habe die Regierung deshalb eine Steuerungsgruppe eingesetzt, der mit Christoph Neuhaus und Christine Häsler auch zwei Regierungsmitglieder angehören.

Die Taskforce werde das Projekt Campus Biel/Bienne eng begleiten und der Regierung regelmässig Bericht erstatten. Sobald der Relaunch des Projekts abgeschlossen sei und die Eckwerte der überarbeiteten Planung vorliegen, werde die Regierung die Öffentlichkeit informieren.

Die Regierung werde auch die zuständige Kommission des Grossen Rats laufend über den Stand der Arbeiten am Projekt Campus Biel/Bienne informieren. .

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