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Ein beweglicheres Fördersystem für die Tanz- und Theaterlandschaft

2019-01-30 15:32:03
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Die Stadt will im Bereich Tanz und Theater ein neues Fördersystem einführen, wie die Stadt Zürich meldet.

Es wurde in den vergangenen Monaten unter Beizug der Kulturschaffenden erarbeitet. Eine periodische Konzeptförderung sorgt dafür, dass neue Ideen bessere Chancen erhalten.

Die Lücke im Angebot für Kinder und Jugendliche solle mit einem neuen Haus geschlossen werden. Weitere Elemente stärken die Freie Szene.

Seit der letzten Bestandsaufnahme im Jahr 1991 habe sich die Zürcher Tanz- und Theaterlandschaft verändert. Die politische Diskussion rund um die Förderung in diesen Bereichen wurde in der Vergangenheit wiederholt punktuell geführt.

Eine Gesamtsicht kam zu kurz. Im Rahmen des im Mai 2018 abgeschlossenen Projekts «Tanz- und Theaterlandschaft Zürich» erarbeitete die Stadt Zürich deshalb eine fundierte Grundlage, um die künftige Kulturförderung im Bereich Tanz und Theater festlegen zu können.Eine tiefgreifende Neuerung des neuen Fördersystems stellt die Konzeptförderung dar.

Über die Konzeptförderung werden Förderbeiträge mit verschiedenen Laufzeiten gesprochen: für Institutionen 6 Jahre, für Gruppen und Einzelkünstlerinnen und -künstler 2 oder 4 Jahre. Die eingereichten Konzepte werden von einer unabhängigen Jury beurteilt.

Sie gibt dem Stadtrat eine Empfehlung ab. Der Stadtrat entscheidet über die Vergabe und die Aufteilung der für dieses Instrument zur Verfügung stehenden Mittel von insgesamt 6 Millionen Franken pro Jahr.Professioneller Tanz und professionelles Theater für Kinder und Jugendliche seien eine eigene Kunstsparte, die in Zürich zu wenig prominent vertreten ist.

Dies zeigt sich auch bei der Nachfrage, die die heutigen Angebote für ein junges Publikum übersteigt. Es gibt kein Haus, das sich umfassend und den heutigen Bedürfnissen entsprechend dem professionellen Tanz und Theater für und mit Kindern und Jugendlichen widmen kann.

Mit der Schaffung des Kinder-und-Jugend-Tanz-und-Theater-Hauses (KJTT-Haus) solle diese Lücke geschlossen werden. Das Haus werde in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Häusern und Initiativen funktionieren und seinen Schwerpunkt vor allem auf den Bereich «Angebote für Kinder» legen.Zusätzliche Elemente des neuen Fördersystems beabsichtigen, die Freie Szene zu stärken.

Dazu gehören ein unkuratierter Raum, ein Produktionsbüro und die Zuweisung von zweckgebundenen zusätzlichen Geldern an Ko-Produktionshäuser. Diese Elemente sorgen für eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure der Freien Szene – sowohl untereinander als auch mit den Tanz- und Theaterhäusern.

Das steigert sowohl die Qualität als auch die lokale und internationale Wahrnehmung ihrer Produktionen.Konzeptförderung, KJTT-Haus, Produktionsbüro und unkuratierter Raum generieren einen wiederkehrenden Finanzbedarf von jährlich 8,25 Millionen Franken. Ein Grossteil dieses Bedarfs könne durch eine Umwidmung bestehender Tanz-und-Theater-Fördermittel gedeckt werden.

Zudem verlangt der Stadtrat, dass sich die drei Produktionshäuser Schauspielhaus Zürich, Theater am Neumarkt und Theater am Hechtplatz mit je zwei Prozent ihrer bisherigen Betriebsbeiträge an der Finanzierung der Konzeptförderung beteiligen. Unter dem Strich ergibt sich ein Mehrbedarf von rund 3,4 Millionen Franken pro Jahr.

Der Stadtrat sei bereit, diesen Betrag in ein dynamisches, zukunftsgerichtetes Tanz- und Theaterleben zu investieren..

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