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Wilde Karden und Distelfinken in den Wintermonaten

2018-12-18 13:32:03
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Die Wilde Karde benötigt stickstoffhaltigen, kalkreichen, humosen Boden; idealerweise Lehm- oder Tonböden in sonniger Lage, wie der Kanton Schaffhausen meldet.

Die Wilde Karde gilt daher auch als «Zeigerpflanze» für Lehm. Oft siedelt sie auf trockenen Schuttböden, Ruinen oder brachliegendem Land.

Im Kanton Schaffhausen sei sie in den Buntbrachen im Ackerbaugebiet weit verbreitet.Die Wilde Karde sei nicht im Bestand gefährdet. Sie sei eine mediterrane Pflanze, welche von den Kanaren über Europa und Afrika bis in die Türkei vorkommt.

In Naturgärten und Parkanlagen werde die Wilde Karde häufiger gepflanzt. Im Sommer seien viele Schmetterlinge und Insekten an ihren Blüten zu beobachten.

Im Winter seien es Vögel (z.B. Distelfinken), welche die Samen der Wilden Karde verzehren.Es handelt sich um einen typischen «Tierstreuer», denn Tiere bleiben an allen stacheligen Pflanzenteilen, besonders aber an den Fruchtständen hängen.

Die Früchte werden von den elastischen Spreublättern sowie durch den Rückschlag der ganzen Pflanze meterweit fortgeschleudert. Auch Windausbreitung und Bearbeitungsverbreitung, beispielsweise durch Distelfinken, findet statt.

Fruchtreife sei von September bis Oktober. Die stacheligen Blütenköpfe wurden früher von Webern zum Aufrauen von Wollstoffen benutzt.

Dieser Vorgang sei nicht zu verwechseln mit dem Kardieren, bei dem die Rohwolle für das Spinnen vorbereitet und heute maschinell durchgeführt wird.Vor allem im Spätsommer und Herbst sei der Stieglitz oft auf Disteln, Kletten und Karden anzutreffen, aus denen er geschickt die Samen herauspickt. Dieser Vorliebe verdankt er auch den Zweitnamen Distelfink.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Lebensraum des farbenfrohen Finken zu erhalten. Schon kleine unberührte Ecken in Gärten, an Sport- und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Strassenrändern, tragen dazu bei.

Bei der Auswahl der Blühmischung sei darauf zu achten, dass diese standortangepasst ist. Im Idealfall seien es Samen gebietseigener Wildblumen aus gesicherter Herkunft.

Das Anlegen von Blühflächen mit heimischen Wildkräutern sowie Obstbäumen und der Verzicht auf Pestizide helfen dem zierlichen Finken.Der Stieglitz gehört zu den schönsten Vögeln Mitteleuropas. Sein zweiter Name «Distelfink» bezieht sich auf seine Lieblingsnahrung, die Samen von Disteln.

Der Stieglitz sei ein vertrauter Brutvogel und Wintergast in unseren Naturgärten. Ausgerüstet mit einem pinzettenartigen Schnabel und kurzen, steifen Gesichtsfedern, könne er selbst aus den stacheligsten Disteln die Samen herauspicken.

Gerne werden Obstgärten, Streuobstwiesen, Gärten in ländlichen Siedlungen und Friedhöfe, aber auch Alleen, Feldgehölze, Waldränder, lichte Auwälder oder Parkanlagen besiedelt..

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