Blaulicht

Kanton Zürich: 31 Geldesel überführt

2018-12-04 12:00:08
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Quelle: Kantonspolizei Zürich

Zum vierten Mal fand von September bis November 2018 eine koordinierte Aktion zur Bekämpfung des Phänomens «Money Muling» in ganz Europa statt, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt.

30 Länder nahmen an der Europol-Aktion EMMA4 (4. European Money Mule Aktion) teil, darunter auch die Schweiz mit zehn kantonalen Polizeikorps (BS, FR, GE, GR, LU, NE, SO, SG, SZ und ZH) und fedpol. Dabei übernahm fedpol die Koordination zwischen Europol und den verschiedenen Kantonen.

Die Kantonspolizei Zürich habe insgesamt 31 «Money Mules», auch Finanzagenten genannt, überführt. Diese hatten für kriminelle Organisationen Geld im Wert von über 650‘000 Franken gewaschen.

Gegen die 31 Finanzagenten wurden Strafverfahren wegen Mithilfe zur Geldwäscherei eröffnet.Die von den Ermittlern als «Money Mules» bezeichneten Personen werden von kriminellen Organisationen als Geldwäschereivermittler angeworben. Sie erhalten illegale Gelder auf ihre privaten Bankkonten und transferieren diese anschliessend physisch oder elektronisch weiter.

Diese illegalen Geldtransaktionen dienen der Finanzierung der organisierten Kriminalität, unter anderem im Zusammenhang mit Drogenhandel, Menschenhandel und Online-Betrug.Das Vorgehen der kriminellen Organisationen sei meist ähnlich: Mit attraktiven Jobangeboten, die mit hohem Gehalt, Arbeit von zuhause und Flexibilität werben, werde gelockt. In einzelnen Fällen haben die Täter dafür eigens Firmen erfunden oder gegründet, oder die Namen bekannter Firmen werden kurzerhand missbraucht.

Die Jobangebote erscheinen auf üblichen Stellenvermittlungsplattformen im Internet oder auf missbräuchlich erstellten Firmen-Internetseiten. Was aber meistens nicht ersichtlich ist: Die Jobsuchenden werden letztlich als Finanzagenten eingesetzt, um Gelder zu waschen, die aus kriminellen Aktivitäten stammen.

Aus strafrechtlicher Sicht könne jemand, der sein Konto für die Verschiebung von Geldern zur Verfügung stellt, für die Mithilfe zur Geldwäscherei belangt werden. .

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