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Heizen und Kühlen mit Energie aus gereinigtem Abwasser

2018-07-11 16:02:06
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In Zürich-Altstetten und Teilen von Höngg plant das ewz den Aufbau eines Verbunds über Fernwärme, der zwei Energiequellen aus dem Klärwerk Werdhölzli nutzt: die Wärme des gereinigten Abwassers und die Abwärme aus der Klärschlammverwertung, wie die Stadt Zürich mitteilt.

Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Objektkredit in der Höhe von 128,7 Millionen Franken für die Nutzung der umweltfreundlichen, erneuerbaren Energie. Abschliessend darüber entscheiden werden die Stimmberechtigten.

Der Gemeinderat bewilligte Anfang 2017 einen Objektkredit für die Projektierung eines Energieverbunds in Altstetten und Höngg West (Energieverbund Altstetten), der die Wärme des gereinigten Abwassers und die Abwärme aus der Klärschlammverwertung im Klärwerk Werdhölzli nutzt. Das Gebiet des Energieverbunds wurde in der kommunalen Energieplanung festgelegt.

Dringende Vorinvestitionen von 1,96 Millionen Franken für Erschliessungsleitungen und den Bau eines unterirdischen Anschlusswerks beim Klärwerk Werdhölzli hatte der Stadtrat im Rahmen seiner Kompetenzen bereits 2016 bewilligt. Inzwischen sei die Projektierung des Energieverbunds weit fortgeschritten, und das ewz konnte genügend Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden für einen Anschluss gewinnen.

Ein kostendeckender Betrieb des Verbunds sei somit sichergestellt.Das Energiepotenzial des gereinigten Abwassers im Klärwerk Werdhölzli beträgt rund 264 GWh pro Jahr. Es werde bisher nur zu einem kleinen Teil im Energieverbund Schlieren genutzt.

Diesen betreibt das ewz seit mehr als zehn Jahren erfolgreich. Der Energieverbund Altstetten solle in drei Etappen realisiert werden.

In einem ersten Schritt werde in Höngg und im Gebiet Altstetten nördlich der Bahnlinie ein Wärme- und Kälteverbund gebaut. In der zweiten Etappe werde das Fernwärmenetz in diesen Gebieten entsprechend der Nachfrage verdichtet.

In der dritten Phase sollen die Voraussetzungen für die Erschliessung weiterer Verbundgebiete in Altstetten Mitte und Altstetten Süd geschaffen werden.-Emissionen um rund 30 000 Tonnen vermindert. Mit dem beantragten Objektkredit solle das ewz den Energieverbund Altstetten gemäss seinem Leistungsauftrag als öffentliche Fernwärmeversorgung projektieren, bauen und betreiben.

Den endgültigen Entscheid über den Objektkredit werden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich fällen.Die Wärme aus dem gereinigten Abwasser werde im Gebäude zur Abwärmenutzung in einen Zwischenkreis überführt, das sogenannte Anergieleitungsnetz. Dieses dient in den Energiezentralen der erschlossenen Gebiete als Energiequelle für die Wärmepumpen.

Mit den Wärmepumpen werde die gewünschte Heizwassertemperatur erreicht und über ein Fernwärmenetz zu den Kundinnen und Kunden verteilt. Mittels eines separaten Fernkältenetzes können Gebäude auch mit Kälte versorgt werden. .

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