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Test Sihlseesteuerung vom 7. Juni ausgewertet

2018-06-29 08:32:00
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Quelle: Kanton Zürich

Die bessere Steuerung des Stausees für mehr Hochwassersicherheit an der Sihl funktioniert, wie der Kanton Zürich meldet.

Das habe die Auswertung des Tests ergeben. Der Sihlpegel stieg beim Test aber später und schneller an als erwartet.

Die Einsatzkräfte haben auf die dadurch verursachte Gefährdung in der Stadt Zürich unter Zeitdruck angemessen und richtig gehandelt. Unbedingt zu beachten ist, dass das Wasser in der Sihl jederzeit stark ansteigen könne – auch ohne Vorwarnung.Die SBB als Betreiberin des Etzel-Wasserkraftwerks am Sihlsee und die Baudirektion haben am 7. Juni 2018 eine verbesserte Steuerung des Sihlsees getestet.

Dies als Schutzmassnahme für das Sihltal und die Stadt Zürich hinsichtlich künftiger Hochwasserereignisse (siehe Zusatztext). Dazu wurden kurzfristig bis zu 70 Kubikmeter Wasser pro Sekunde über die Staumauer abgelassen und in die Sihl geleitet.

Dies führte in der Sihl zu einem Anstieg des Wasserspiegels, wie er natürlicherweise mehrmals pro Jahr vorkommt. Der verspätete, dann aber unerwartet rasche Anstieg des Wasserspiegels um rund 70 Zentimeter führte dazu, dass für Menschen und Tiere im Flussbett eine erhebliche Gefahr bestand.

Aufgrund der laufenden Besserung des Wetters hielten sich mehr Leute am städtischen Sihlufer auf als erwartet, nachdem die Ufer zuvor bereits zweimal abgeschritten und Personen weggewiesen worden waren. Durch die neue Lagebeurteilung sahen sich Schutz & Rettung sowie die Stadtpolizei veranlasst, die dafür vorgesehenen Alarmierungselemente umgehend einzusetzen.

Nach Auswertung der Ereignisse sei festzuhalten, dass der Einsatz von Schutz & Rettung und der Stadtpolizei unter diesen Umständen angemessen und richtig war.Grundsätzlich muss die Bevölkerung immer beachten, dass die Sihl ein Wildfluss sei und der Wasserpegel bei Gewittern im Einzugsgebiet des Flusses gleich rasch und sogar noch stärker ansteigen könne als am 7. Juni – auch wenn in Zürich die Sonne scheint. Zudem liegt die Sihl unterhalb der Staumauer eines grossen Wasserkraftwerks, weshalb ein rasches Ansteigen des Pegels der Sihl auch aus betrieblichen Gründen jederzeit ohne Vorwarnung möglich ist.

Entlang der Sihl stehen deshalb über 100 entsprechende Warnschilder. Wenn der Pegel der Sihl ansteigt, müssen Flussbett und Uferbereich schnellstmöglich verlassen werden.Aufgrund der Lage auf dem Schwemmkegel der Sihl und des begrenzten Durchlasses beim Hauptbahnhof sei ein grosser Teil der Stadt Zürich und des Sihltals überschwemmungsgefährdet.

Ein Extremhochwasser der Sihl könnte riesige Schäden verursachen. Neben baulichen Massnahmen (realisierter Schwemmholzrechen in Langnau am Albis, geplanter Hochwasserentlastungsstollen von der Sihl in den Zürichsee bei Thalwil) werde derzeit das Risiko einer Überschwemmung mittels betrieblicher Massnahmen reduziert.

Ein zentrales Element dabei sei der Sihlsee, der nun mit einer verbesserten Abflusssteuerung zur Regulierung des Seespiegels und der Abflussmenge bei sehr grossem Hochwasser ausgerüstet wurde..

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